Daten → Rechnung → Entwurf → Prüfung → Freigabe
1. Daten bereitstellen
2. Kennzahlen rechnen
3. Abschnitte entwerfen
4. Hinweise bearbeiten
5. Verantwortlich freigeben
Welche Informationen in den Entwurf eingehen
Der Entwurf ist auf eine Gesellschaft und ein Geschäftsjahr ausgerichtet. Rechtsform, Größenklasse und weitere Gesellschaftsmerkmale steuern die Auswahl der Abschnitte. Das Fachregelwerk enthält 24 Regeln für Pflicht-, bedingte und freiwillige Angaben. Der Fragebogen wählt aus einem Katalog mit über 200 Fragen die zutreffenden aus.
Für die Textgenerierung werden die zum Abschnitt passenden Antworten, die zugeordneten Finanzwerte und die daraus berechneten Analysen zusammengestellt. Soweit verfügbar, kommen Vorjahresangaben und bestehender Abschnittskontext hinzu. Vorhandene Vorjahresangaben können passende Antworten vorbelegen; deren Aktualität beurteilen Sie selbst. Den Lagebericht des Vorjahres können Sie als PDF hochladen; nach Ihrer Kapitelbestätigung dient er als Textgrundlage, ohne dass Vorjahreszahlen als bestätigt gelten.
Ihre Texte gehen als abgegrenzte Eingabedaten in den Prompt; das Modell ist angewiesen, darin enthaltene Befehle nicht als Anweisungen zu behandeln. Die Richtigkeit der gelieferten Unternehmensinformationen prüft Ihr Team.
Aus Ihren Daten zum verantworteten Lagebericht
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Rechenlogik und Sprachmodell haben unterschiedliche Aufgaben
Die veröffentlichten Kennzahlen sollen aus der Rechenlogik stammen, nicht aus einer freien Rechnung des Sprachmodells. Finanzverweise verbinden Textbeträge mit Bilanz- und GuV-Positionen. Das Modell ist angewiesen, diese Verweise und die bereitgestellten Kennzahlen zu verwenden. Auch bei dieser Arbeitsteilung können Zuordnungs-, Formulierungs- oder Erkennungsfehler auftreten.
Eine Veränderung ist noch keine Erklärung: Aus einer gesunkenen Marge folgt beispielsweise nicht automatisch eine bestimmte Ursache. Solche Zusammenhänge, besondere Ereignisse und Managementurteile müssen Ihre Antworten belegen. Die Software ersetzt weder die Unternehmensplanung noch die Entscheidung, welche Entwicklung wesentlich ist.
| Stufe | Beitrag der Software | Ihre Aufgabe |
|---|---|---|
| Kennzahlen | Berechnung aus zugeordneten Finanzdaten, etwa Eigenkapitalquote und EBIT-Marge | Kontenzuordnung, Datenstand und Definition der Kennzahl bestätigen |
| Textentwurf | Formulierungen aus Finanzverweisen, Analysen und Antworten | Ursachen, Aussagen und ausgewogene Darstellung beurteilen |
| Prognose | Ausformulieren der von Ihnen angegebenen Erwartungen und Annahmen | Planung, Prognoseintensität und Unsicherheit verantworten |
| Prüfung | Regelhinweise, KI-Befunde und Abgleich erkannter Beträge und Kennzahlen | Befunde klären und nicht erkannte Fehler selbst suchen |
| Freigabe | Dokumentation von Name und Zeitpunkt je Abschnitt | Inhaltliche Freigabe entscheiden |
Offene Angaben bleiben sichtbar
Das Sprachmodell ist angewiesen, fehlende erforderliche Angaben mit [BITTE ERGÄNZEN] zu markieren. Fehlende Daten dürfen nicht durch erfundene Beträge, Prognosen oder unbelegte Negativaussagen ersetzt werden. Ein fehlender Vorjahreswert bedeutet insbesondere nicht null und nicht automatisch ein erstes Geschäftsjahr.
Für einen fehlenden Prognose-Ist-Vergleich sieht die Generierung einen ausdrücklichen Marker vor: [BITTE ERGÄNZEN: Prognose-Ist-Vergleich — Vorjahresprognose und tatsächliche Entwicklung (DRS 20.57)]. Dieser Marker berechnet keinen Vergleich. Sie müssen die frühere Prognose, die tatsächliche Entwicklung und die Beurteilung ihrer Abweichung ergänzen.
Was die Prüfungen erkennen können
Die 20 festen Textprüfungen mit DRS-20-Bezug suchen nach festgelegten sprachlichen Mustern in bestimmten Abschnitten. Dazu gehören Hinweise auf fehlende Umsatz- und Kostenanalyse, Liquiditätsdarstellung, Vorjahresvergleiche, Chancen, Prognosezeitraum oder Prognoseannahmen. Daneben enthält die Umsetzung weitere Kontrollen, etwa zum rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystem und zur Verwendung von Finanzverweisen.
Die Musterprüfung zeigt, wo ein erwarteter Inhalt fehlt. Die zusätzliche KI-Durchsicht hält jeden Abschnitt gegen die Pflichtliste und beurteilt seine Inhaltstiefe — mit Befund und Randnummer.
Der Zahlenabgleich prüft erkannte Geldbeträge und Kennzahlenaussagen im Text gegen die Bilanz- und GuV-Werte und berücksichtigt dabei Finanzverweise, Einheiten und Rundungen. Externe Marktangaben, Ursachen und Zukunftserwartungen belegen Sie mit Ihren eigenen Unterlagen.
Alle Ergebnisse sind Hinweise und sperren die Freigabe nicht. Scheitert die KI-Durchsicht, zeigt die Software an, dass nur die regelbasierten Prüfungen gelaufen sind.
Sprachmodelle, Verarbeitung und Datenschutz
Für KI-Funktionen setzt lagebericht.io Sprachmodelle von Drittanbietern ein. Nach der Datenschutzerklärung ist bei den KI-Anbietern „Zero Data Retention“ vertraglich konfiguriert, eine Nutzung Ihrer Eingaben zum Modelltraining ist vertraglich ausgeschlossen, und mit jedem KI-Anbieter besteht ein Auftragsverarbeitervertrag mit EU-Standardvertragsklauseln.
Datenbank, Authentifizierung und Backend-Funktionen laufen nach der Datenschutzerklärung in der EU (Region Irland). An den KI-Anbieter geht je Funktion nur der erforderliche Textausschnitt. Für Unterauftragsverarbeiter außerhalb der EU beziehungsweise des EWR beschreibt die Datenschutzerklärung die Garantien; die namentliche Liste mit Verarbeitungsort erhalten Sie auf Anforderung.
lagebericht.io ist ein Produkt der MLR Ventures GmbH auf derselben Plattform wie jahresabschluss.io. Für die Speicherung Ihrer Inhaltsdaten in der Plattform gelten die in der Datenschutzerklärung beschriebenen Zwecke und Fristen sowie der Auftragsverarbeitervertrag.
Verantwortung, Freigabe und Leistungsumfang
Die gesetzlichen Vertreter verantworten den Lagebericht. Die Software unterstützt die Erstellung und die interne Durchsicht; sie garantiert weder einen fehlerfreien Bericht noch die Einhaltung sämtlicher Anforderungen. Die Freigabe eines Abschnitts dokumentiert eine Entscheidung Ihres Teams, kein unabhängiges Prüfungsurteil.
Das eigenständige Angebot umfasst einen Lagebericht für eine Gesellschaft je Geschäftsjahr zum Einzelabschluss. Bilanz, GuV und Anhang bleiben bei Ihrer Kanzlei oder bisherigen Software. Ein Konzernlagebericht und die Offenlegung beim Unternehmensregister gehören nicht zum Angebot. Der Preis beträgt 1.000 € je Gesellschaft und Geschäftsjahr, per Rechnung; freigeschaltet wird nach Zahlungseingang. Die Registrierung ist kostenlos.