Lexikon: Saldenliste

Summen- und Saldenliste (SuSa) - von der Buchhaltung zum Jahresabschluss

Die Summen- und Saldenliste ist die Brücke zwischen Buchhaltung und Jahresabschluss. Sie enthält alle Konten mit ihren Salden und bildet die Grundlage für Bilanz und GuV. Hier erfahren Sie, was die SuSa enthält und wie KI sie automatisch verarbeitet.

Stand:

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Aufbau einer Saldenliste

Die typischen Spalten einer Summen- und Saldenliste.

Kontonummer und Bezeichnung

Jede Zeile enthält eine Kontonummer (z.B. 1200 bei SKR03 für Bank) und die Kontobezeichnung. Der Kontenrahmen bestimmt die Nummerierung.

Soll- und Haben-Summen

Die Summenliste zeigt die Gesamtsumme aller Soll- und Haben-Buchungen pro Konto im Geschäftsjahr.

Soll- und Haben-Saldo

Der Saldo ist die Differenz aus Soll- und Haben-Summe. Aktivkonten haben Soll-Salden, Passivkonten Haben-Salden.

Eröffnungs- und Schlusssalden

Erweiterte SuSa zeigen zusätzlich die Eröffnungsbilanzwerte (Vorjahr) und die Schlusssalden (aktuelles Jahr).

Von der Saldenliste zum Jahresabschluss

So wird aus der SuSa ein fertiger HGB-Abschluss.

KI-Kontenzuordnung

Die KI erkennt Ihren Kontenrahmen und ordnet jedes Konto automatisch der passenden HGB-Bilanz- oder GuV-Position zu.

Bilanz und GuV

Aus den zugeordneten Salden erstellt die Software automatisch eine Bilanz nach § 266 HGB und eine GuV nach § 275 HGB.

Konsistenzprüfung

Die Software prüft: Aktiva = Passiva, GuV-Ergebnis = Bilanzgewinn, alle Konten zugeordnet. Fehler werden sofort angezeigt.

Saldenliste hochladen und Jahresabschluss erstellen

Der erste Jahresabschluss ist gratis — Saldenliste hochladen und ansehen.

Wie liest man eine Summen- und Saldenliste?

Jede Zeile folgt derselben Rechnung: Eröffnungswert plus Soll-Buchungen minus Haben-Buchungen ergibt den Saldo. Der Eröffnungswert ist der Saldovortrag aus dem Vorjahr. Bei Bestandskonten muss er dem Schlusssaldo der Vorjahresbilanz entsprechen (§ 252 Abs. 1 Nr. 1 HGB); Aufwands- und Ertragskonten beginnen jedes Jahr bei null. Wie der Vortrag gebucht wird, zeigt die Seite Eröffnungsbilanz.

Weil jede Buchung ein Soll und ein Haben hat, sind in einer vollständigen Liste die Summe aller Soll-Buchungen und die Summe aller Haben-Buchungen gleich; dasselbe gilt für Soll- und Haben-Salden. Weicht das ab, fehlt ein Teil der Konten, der Zeitraum ist falsch gewählt, oder Kunden- und Lieferantenkonten sind neben ihren Sammelkonten noch einmal enthalten. Auffällig sind außerdem Salden auf der unerwarteten Seite:

  • Eine Kasse im Haben ist unmöglich – es fehlen Einnahmen, oder Ausgaben wurden zu früh erfasst.
  • Eine Bank im Haben ist ein in Anspruch genommener Kredit; in der Bilanz gehört er unter die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.
  • Kunden mit Haben-Saldo, etwa nach einer Doppelzahlung, und Lieferanten mit Soll-Saldo werden in der Bilanz auf die jeweils andere Seite umgegliedert, weil Aktiv- und Passivposten nicht verrechnet werden dürfen (§ 246 Abs. 2 HGB).
  • Verrechnungskonten wie Geldtransit (SKR03 1360, SKR04 1460) sollten zum Stichtag ausgeglichen sein.

Welche Salden müssen mit welchem Nachweis übereinstimmen?

Abstimmung der Saldenliste vor dem Jahresabschluss
Konto (SKR03 / SKR04)Abgleich mitHäufige Ursache einer Differenz
Bank (1200 / 1800)Kontoauszug zum StichtagUmsätze nicht oder doppelt gebucht, Bankentgelte fehlen
Kasse (1000 / 1600)Kassenbuch und ZählprotokollEinnahmen oder Entnahmen nicht erfasst
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (1400 / 1200)Offene-Posten-Liste der KundenZahlung keiner Rechnung zugeordnet, Gutschrift fehlt
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (1600 / 3300)Offene-Posten-Liste der LieferantenRechnung doppelt erfasst, Skonto nicht gebucht
Vorsteuer und Umsatzsteuer (1576, 1776 / 1406, 3806)Summe der Voranmeldungen des JahresKorrekturen nach Abgabe der Voranmeldung, falscher Steuerschlüssel
Saldenvorträge (9000)Saldo null; Eröffnungswerte gleich Schlussbilanz des VorjahrsVortrag vor den letzten Abschlussbuchungen erstellt
Gezeichnetes Kapital (0800 / 2900)Gesellschaftsvertrag und HandelsregisterKapitalerhöhung nicht gebucht

Umsatzsteuer-Verprobung mit der Saldenliste: Rechnung Schritt für Schritt

Mit der Verprobung prüfen Sie, ob die gebuchte Umsatzsteuer zu den gebuchten Erlösen passt.

  1. Saldo des Kontos Erlöse 19 % USt ablesen (SKR03 8400, SKR04 4400): 186.500 €.
  2. Rechnerische Steuer ermitteln: 186.500 € × 19 % = 35.435 €.
  3. Mit dem Konto Umsatzsteuer 19 % vergleichen (SKR03 1776, SKR04 3806): Saldo 35.150 €.
  4. Differenz deuten: Es fehlen 285 € – genau 19 % von 1.500 €. Vermutlich wurde ein Umsatz über 1.500 € netto auf das Erlöskonto gebucht, ohne dass Umsatzsteuer gebucht wurde.

Danach ist die Ursache zu klären: Gehört der Umsatz auf ein steuerfreies Erlöskonto, wird umgebucht; war er steuerpflichtig, ist die Umsatzsteuer nachzuerfassen und gegenüber dem Finanzamt zu erklären. Dieselbe Rechnung gilt für den ermäßigten Satz. Abweichungen entstehen außerdem durch Anzahlungen und durch Erlösschmälerungen auf eigenen Konten. Mehr dazu: Umsatzsteuer-Abstimmung.

Weiterführende Seiten

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Häufige Fragen

Kurz und konkret zu Produkt, Ablauf und Einsatzbereich.

Die Summen- und Saldenliste ist eine Aufstellung aller Konten der Buchhaltung mit ihren Soll- und Haben-Salden. Sie ist die Grundlage für die Erstellung von Bilanz und GuV und wird aus der Buchhaltungssoftware exportiert.

Die Saldenliste ist der Ausgangspunkt für den Jahresabschluss. Aus den Kontensalden werden die Positionen der Bilanz und GuV abgeleitet. Ohne Saldenliste kann kein Jahresabschluss erstellt werden.

Die Summenliste zeigt die Summe aller Buchungen pro Konto (Soll und Haben). Die Saldenliste zeigt den Saldo (Differenz aus Soll und Haben). In der Praxis wird meist die kombinierte Summen- und Saldenliste verwendet.

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Sie laden die Saldenliste hoch. Die KI erkennt automatisch den Kontenrahmen (SKR03, SKR04 oder individuell), identifiziert die Konten und ordnet sie den HGB-Bilanz- und GuV-Positionen zu.

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