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Beispiel

Lagebericht GmbH: ein durchgängiges Beispiel mit Mustertexten und Kennzahlen

Diese Seite zeigt einen vollständigen Lagebericht am Beispiel einer erfundenen mittelgroßen GmbH — von den Grundlagen des Unternehmens bis zum Chancen- und Risikobericht. Sie richtet sich an Geschäftsführung und Rechnungswesen, die zum ersten Mal einen Lagebericht nach § 289 HGB schreiben. Alle Beträge sind erfunden, aber so gewählt, dass sich jede Quote nachrechnen lässt.

Stand: 2026-10-22

Die fiktive Beispiel GmbH: Eckdaten und Größenklasse

Alle Angaben zur Beispiel GmbH sind erfunden; Übereinstimmungen mit echten Unternehmen wären Zufall.

Die Beispiel GmbH fertigt Antriebskomponenten für Förderanlagen und verkauft sie an Maschinenbauer und Logistikunternehmen im In- und Ausland. Der Musterbericht betrifft das Geschäftsjahr 2025 (Kalenderjahr) und wird im Frühjahr 2026 aufgestellt. Die Gesellschaft ist nicht kapitalmarktorientiert und hat keine Tochterunternehmen.

Sie überschreitet an beiden Stichtagen alle drei Grenzen der kleinen Kapitalgesellschaft nach § 267 HGB und bleibt unter allen drei Grenzen der großen. Als mittelgroße Gesellschaft muss sie nach § 264 Abs. 1 HGB einen Lagebericht aufstellen, den der Abschlussprüfer nach § 316 Abs. 1 HGB mitprüft.

Eckdaten der Beispiel GmbH (fiktiv) und Grenzen nach § 267 HGB
Merkmal31.12.202531.12.2024Grenze klein / mittelgroß
Umsatzerlöse32,0 Mio. €29,5 Mio. €15 Mio. € / 50 Mio. €
Bilanzsumme14,0 Mio. €13,1 Mio. €7,5 Mio. € / 25 Mio. €
Arbeitnehmer im Jahresdurchschnitt14013250 / 250
Größenklassemittelgroßmittelgroß§ 267 Abs. 2 HGB

Gliederung des Muster-Lageberichts

DRS 20 regelt den Konzernlagebericht; das DRSC empfiehlt, den Standard auf den Lagebericht nach § 289 HGB entsprechend anzuwenden.

  • 1. Grundlagen des Unternehmens: Geschäftsmodell, Standorte, Forschung und Entwicklung, Steuerungsgrößen (ohne Kapitalmarktbezug freiwillig)
  • 2. Wirtschaftsbericht: Rahmenbedingungen, Geschäftsverlauf, Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage, Leistungsindikatoren, Gesamtaussage
  • 3. Prognosebericht: erwartete Entwicklung der Steuerungsgrößen samt Annahmen
  • 4. Chancen- und Risikobericht einschließlich Risiken aus Finanzinstrumenten (§ 289 Abs. 2 Nr. 1 HGB)

Das Gesetz schreibt Inhalte vor, aber keine Überschriften. Die Gliederung folgt der Reihenfolge der Berichtselemente in DRS 20 und lässt weg, was eine mittelgroße, nicht kapitalmarktorientierte GmbH nicht berichten muss. Der Lagebericht ist ein eigenes Dokument neben dem Jahresabschluss, kein Kapitel des Anhangs.

Abschnitt 1: Grundlagen des Unternehmens

Die Grundlagen erklären, womit die Gesellschaft ihr Geld verdient, damit der Wirtschaftsbericht verständlich wird. Firmengeschichte und Organigramm gehören nicht hierher, wohl aber Produkte, Absatzmärkte, Standorte und Art der Wertschöpfung. Forschung und Entwicklung sowie Zweigniederlassungen sind nach § 289 Abs. 2 Nr. 2 und 3 HGB ausdrücklich anzusprechen.

Musterformulierung: „Die Beispiel GmbH entwickelt, fertigt und vertreibt Antriebskomponenten für Förderanlagen. Abnehmer sind Hersteller von Förder- und Lagertechnik sowie Betreiber von Logistikzentren; rund ein Drittel der Umsatzerlöse entfällt auf Kunden im europäischen Ausland. Gefertigt wird ausschließlich am Sitz der Gesellschaft, Zweigniederlassungen bestehen nicht. In Forschung und Entwicklung arbeiten zwölf Beschäftigte an der Weiterentwicklung der bestehenden Baureihen; die Aufwendungen wurden vollständig als Aufwand erfasst. Die Geschäftsführung steuert das Unternehmen anhand der Umsatzerlöse, der EBIT-Marge und der Eigenkapitalquote.“

Abschnitt 2a: Geschäftsverlauf und Prognose-Ist-Vergleich

Der Wirtschaftsbericht beginnt mit den gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Rahmenbedingungen — nur so weit, wie sie das eigene Geschäft erklären. Danach folgen die Ereignisse, die das Jahr geprägt haben, und ab dem zweiten Bericht der Vergleich mit der Prognose aus dem Vorjahr (DRS 20.57).

Musterformulierung: „Die Nachfrage nach Förder- und Lagertechnik hat sich im Geschäftsjahr 2025 nach Einschätzung der Geschäftsführung leicht belebt; Impulse kamen vor allem aus Investitionen in die Automatisierung von Logistikzentren. Die Umsatzerlöse stiegen um 2,5 Mio. € oder 8,5 % auf 32,0 Mio. €. Wesentlich dazu beigetragen hat ein im zweiten Quartal erteilter Großauftrag über 1,6 Mio. €, der vollständig im Geschäftsjahr ausgeliefert wurde. Im Lagebericht für 2024 hatte die Geschäftsführung einen leichten Umsatzanstieg um 3 % bis 6 % und eine EBIT-Marge zwischen 6 % und 7 % erwartet. Beide Werte wurden übertroffen. Der Auftragsbestand zum 31. Dezember 2025 betrug 11,2 Mio. € nach 9,8 Mio. € im Vorjahr.“

Abschnitt 2b: Ertragslage im Beispiel

Die Ertragslage erklärt, woher das Ergebnis kommt. Statt jede Zeile der Gewinn- und Verlustrechnung nachzuerzählen, nennt der Text die Treiber. Prozentangaben beziehen sich im Beispiel immer auf die Umsatzerlöse.

Musterformulierung: „Die Materialaufwandsquote sank von 53,0 % auf 52,0 %, weil Preissteigerungen bei Zukaufteilen teilweise an Kunden weitergegeben wurden und der Großauftrag einen höheren Anteil eigener Wertschöpfung hatte. Der Personalaufwand stieg mit durchschnittlich acht zusätzlichen Beschäftigten um 0,7 Mio. € auf 9,0 Mio. €; die Personalaufwandsquote blieb bei 28,0 %. Das Betriebsergebnis (EBIT) erhöhte sich um 0,6 Mio. € auf 2,4 Mio. €, die EBIT-Marge von 6,1 % auf 7,5 %. Nach Zinsaufwendungen von 0,24 Mio. € und Ertragsteuern von 0,65 Mio. € ergibt sich ein Jahresüberschuss von 1,51 Mio. € (Vorjahr 1,08 Mio. €).“

Verkürzte Gewinn- und Verlustrechnung der Beispiel GmbH in Tsd. € (fiktiv)
Posten20252024Veränderung
Umsatzerlöse32.00029.500+2.500
Sonstige betriebliche Erträge400350+50
Materialaufwand−16.640−15.635−1.005
Personalaufwand−8.960−8.260−700
Abschreibungen−1.100−1.050−50
Sonstige betriebliche Aufwendungen−3.300−3.105−195
Zwischensumme Betriebsergebnis (EBIT)2.4001.800+600
Zinsen und ähnliche Aufwendungen−240−260+20
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag−648−462−186
Jahresüberschuss1.5121.078+434

Abschnitt 2c: Finanzlage im Beispiel

Zur Finanzlage gehören nach DRS 20 Kapitalstruktur, Investitionen und Liquidität. Eine Kapitalflussrechnung verlangt § 264 Abs. 1 Satz 2 HGB nur von kapitalmarktorientierten Gesellschaften ohne Konzernabschluss; eine kurze Herleitung der Zahlungsströme hilft trotzdem. Das Beispiel leitet sie vereinfacht aus Bilanz und GuV ab.

Musterformulierung: „Aus laufender Geschäftstätigkeit flossen der Gesellschaft 2,9 Mio. € zu. Davon wurden 1,5 Mio. € in eine neue Montagelinie und Werkzeuge investiert, 0,6 Mio. € für Bankdarlehen getilgt und 0,5 Mio. € als Gewinnausschüttung für 2024 gezahlt. Die flüssigen Mittel stiegen um 0,3 Mio. € auf 0,9 Mio. €. Die Bankdarlehen von 4,0 Mio. € sind festverzinslich und laufen bis 2030; Kreditlinien über 1,5 Mio. € standen ungenutzt zur Verfügung. Die Gesellschaft konnte ihre Zahlungsverpflichtungen jederzeit erfüllen.“

Vereinfachte Herleitung der Zahlungsströme 2025 in Tsd. € (fiktiv)
PositionBetrag
Jahresüberschuss1.512
+ Abschreibungen1.100
+ Zunahme der Rückstellungen88
− Zunahme von Vorräten, Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen−200
+ Zunahme der Lieferanten- und sonstigen Verbindlichkeiten400
= Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit2.900
− Investitionen in das Anlagevermögen−1.500
− Tilgung von Bankdarlehen−600
− Gewinnausschüttung−500
= Veränderung der flüssigen Mittel+300

Abschnitt 2d: Vermögenslage im Beispiel

Die Vermögenslage beschreibt Zusammensetzung und Veränderung von Vermögen und Kapital. Entscheidend sind wenige Relationen: Deckung des Anlagevermögens, Laufzeit der Forderungen, Eigenkapitalquote.

Musterformulierung: „Die Bilanzsumme erhöhte sich um 0,9 Mio. € auf 14,0 Mio. €. Das Anlagevermögen stieg durch die Investitionen auf 6,2 Mio. €. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen nahmen trotz des höheren Umsatzes nur leicht auf 3,2 Mio. € zu; ihre rechnerische Laufzeit verkürzte sich von 39,0 auf 36,5 Tage. Das Eigenkapital wuchs um den Jahresüberschuss abzüglich der Ausschüttung auf 5,6 Mio. €, die Eigenkapitalquote von 35,0 % auf 40,0 %. Das Anlagevermögen ist zu 90,3 % durch Eigenkapital gedeckt (Vorjahr 79,1 %).“

Verkürzte Bilanz der Beispiel GmbH zum 31. Dezember in Tsd. € (fiktiv)
Posten20252024
Anlagevermögen6.2005.800
Vorräte3.4003.300
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen3.2003.150
Sonstige Vermögensgegenstände300250
Flüssige Mittel900600
Summe Aktiva14.00013.100
Eigenkapital5.6004.588
Rückstellungen1.3001.212
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten4.0004.600
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen2.3002.200
Sonstige Verbindlichkeiten800500
Summe Passiva14.00013.100

Finanzielle Leistungsindikatoren: Kennzahlen Berichtsjahr und Vorjahr

Jede Quote lässt sich aus den drei Tabellen oben nachrechnen.

§ 289 Abs. 1 Satz 3 HGB verlangt, die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren einzubeziehen und unter Bezug auf die Beträge des Jahresabschlusses zu erläutern — gemeint sind die Größen, mit denen die Geschäftsführung tatsächlich steuert. Die Beispiel GmbH steuert über Umsatz, EBIT-Marge und Eigenkapitalquote; die übrigen Werte stützen die Analyse. Die Forderungslaufzeit ist vereinfacht mit Nettoumsätzen gerechnet; wie gerechnet wurde, sollte im Bericht stehen.

Kennzahlen der Beispiel GmbH (fiktiv)
KennzahlBerechnung20252024
EBIT-MargeBetriebsergebnis / Umsatzerlöse7,5 %6,1 %
UmsatzrenditeJahresüberschuss / Umsatzerlöse4,7 %3,7 %
MaterialquoteMaterialaufwand / Umsatzerlöse52,0 %53,0 %
PersonalquotePersonalaufwand / Umsatzerlöse28,0 %28,0 %
EigenkapitalquoteEigenkapital / Bilanzsumme40,0 %35,0 %
VerschuldungsgradRückstellungen und Verbindlichkeiten / Eigenkapital1,501,86
Anlagendeckungsgrad IEigenkapital / Anlagevermögen90,3 %79,1 %
ZinsdeckungsgradBetriebsergebnis / Zinsaufwand10,06,9
ForderungslaufzeitForderungen aus Lieferungen und Leistungen / Umsatzerlöse × 36536,5 Tage39,0 Tage
Operatives Working CapitalVorräte + Forderungen aus L. u. L. − Verbindlichkeiten aus L. u. L.4,3 Mio. €4,25 Mio. €

Abschnitt 2e: Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Die Gesamtaussage verbindet Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage zu einem Urteil der Geschäftsführung zum Zeitpunkt der Aufstellung, ohne die Einzelzahlen zu wiederholen.

Musterformulierung: „Die Geschäftsführung beurteilt die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft zum Zeitpunkt der Aufstellung dieses Lageberichts als gut. Umsatz und Ergebnis lagen über der eigenen Prognose, die Eigenkapitalquote ist auf 40,0 % gestiegen, und die Finanzierung der laufenden Investitionen ist durch den operativen Mittelzufluss und ungenutzte Kreditlinien gesichert.“

Abschnitt 3: Prognosebericht

Nach DRS 20 muss die Prognose Richtung und Intensität der Veränderung gegenüber dem Istwert des Berichtsjahres erkennen lassen; ein bloßes „steigend“ genügt nicht. Bewährt haben sich Spannen oder erklärte Abstufungen wie „leicht“ und „deutlich“. Welche Annahmen der Prognose zugrunde liegen, muss der Bericht nach § 289 Abs. 1 Satz 4 HGB offenlegen; betrachtet wird mindestens ein Jahr ab dem Stichtag.

Musterformulierung: „Für das Geschäftsjahr 2026 geht die Geschäftsführung von einem weiterhin stabilen Investitionsklima in der Logistikbranche, von Preisen für Zukaufteile auf dem Niveau des vierten Quartals 2025 und von einer tariflichen Lohnsteigerung von rund 3 % aus. Auf dieser Grundlage erwartet sie einen leichten Anstieg der Umsatzerlöse um 3 % bis 6 %, gestützt auf den um 1,4 Mio. € höheren Auftragsbestand. Da sich der Großauftrag des Jahres 2025 voraussichtlich nicht wiederholt, rechnet sie mit einer EBIT-Marge zwischen 6,5 % und 7,5 %, also auf oder leicht unter dem Niveau des Berichtsjahres. Die Eigenkapitalquote soll durch Einbehalten eines Teils des Ergebnisses leicht auf 41 % bis 43 % steigen.“

Abschnitt 4: Chancen- und Risikobericht

Muster: Kundenrisiko

„Auf die drei größten Kunden entfielen 2025 rund 38 % der Umsatzerlöse. Der Verlust eines dieser Kunden würde Umsatz und Ergebnis deutlich belasten. Die Gesellschaft begegnet dem mit mehrjährigen Rahmenverträgen und dem Ausbau des Auslandsgeschäfts; sie stuft das Risiko als mittel ein.“

Muster: Beschaffungs- und Preisrisiko

„Rund 70 % des Materialaufwands entfallen auf Stahl- und Elektronikkomponenten. Preissteigerungen lassen sich nur mit Verzögerung weitergeben. Preisgleitklauseln in den Kundenverträgen und eine zweite Bezugsquelle für die wichtigsten Teile begrenzen das Risiko.“

Muster: Finanzinstrumente

„Die Gesellschaft setzt keine derivativen Finanzinstrumente ein. Ausfallrisiken aus Forderungen begrenzen Kreditlimits und eine Warenkreditversicherung, Liquiditätsrisiken eine rollierende Liquiditätsplanung und ungenutzte Kreditlinien. Zinsänderungsrisiken bestehen wegen der festen Zinsbindung bis 2030 nicht.“

Muster: Chancen

„Chancen sieht die Geschäftsführung in der Nachrüstung bestehender Förderanlagen mit energiesparenden Antrieben und im Ausbau des Ersatzteil- und Servicegeschäfts. Gelingt die geplante Markteinführung der neuen Baureihe im zweiten Halbjahr 2026, könnte der Umsatz über dem oberen Ende der Prognose liegen.“

Muster: Gesamtbild der Risikolage

„Bestandsgefährdende Risiken bestehen nach Einschätzung der Geschäftsführung derzeit nicht. Die Risiken sind nach Maßnahmen zur Risikobegrenzung dargestellt; gegenüber dem Vorjahr hat sich die Risikolage nicht wesentlich verändert.“

Hier stehen die wesentlichen Risiken und Chancen, nicht jedes denkbare Ereignis. DRS 20 verlangt eine Rangfolge oder Kategorien gleichartiger Risiken; Chancen werden analog, aber getrennt behandelt. Bestandsgefährdende Risiken müssen als solche bezeichnet werden.

Was im Beispiel bewusst fehlt

  • Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren: Pflicht nur für große Kapitalgesellschaften (§ 289 Abs. 3 HGB), freiwillig möglich.
  • Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem: nur kapitalmarktorientierte Gesellschaften (§ 289 Abs. 4 HGB).
  • Übernahmerechtliche Angaben, nichtfinanzielle Erklärung, Erklärung zur Unternehmensführung (§§ 289a bis 289f HGB): Merkmale liegen nicht vor.
  • Nachtragsbericht: Vorgänge nach dem Stichtag stehen seit dem BilRUG im Anhang (§ 285 Nr. 33 HGB).

So entsteht Ihr Lagebericht mit lagebericht.io

  • Fragebogen je Abschnitt, passend zu Größenklasse, Rechtsform und Kapitalmarktorientierung
  • KI-Entwurf je Abschnitt aus Ihren Zahlen und Antworten
  • Fehlende Angaben bleiben als [BITTE ERGÄNZEN] sichtbar
  • Umsatzprognose in sieben Stufen mit Prozentband nach DRS 20.128
  • Ausgabe als PDF-, Word- und Excel-Datei mit Unterschriftenblock
  • 1.000 € je Geschäftsjahr und Gesellschaft, per Rechnung

lagebericht.io, ein eigenständiges Produkt der MLR Ventures GmbH, schreibt mit Ihnen den Lagebericht einer Gesellschaft für ein Geschäftsjahr nach § 289 HGB und DRS 20. Einen Jahresabschluss kaufen Sie dafür nicht; Bilanz, GuV und Anhang erstellt weiter, wer sie bisher erstellt. Aus Ihrer Saldenliste werden Kennzahlen wie die obigen berechnet; die Abschnitte richten sich nach Größenklasse und Rechtsform der Gesellschaft.

Häufige Fragen

Darf ich ein Lagebericht-Muster einfach übernehmen?

Die Gliederung ja, den Wortlaut nicht. § 289 Abs. 1 HGB verlangt ein Bild, das den tatsächlichen Verhältnissen Ihrer Gesellschaft entspricht. Mustertexte ohne Bezug zu Ihren Zahlen, Märkten und Risiken leisten das nicht, und bei prüfungspflichtigen Gesellschaften prüft der Abschlussprüfer, ob der Bericht zum Jahresabschluss passt.

Wie lang ist der Lagebericht einer mittelgroßen GmbH?

Eine Seitenzahl schreiben weder das HGB noch DRS 20 vor. § 289 Abs. 1 Satz 2 HGB verlangt eine Analyse, die dem Umfang und der Komplexität der Geschäftstätigkeit entspricht. Für eine GmbH mit einem Geschäftsfeld wie im Beispiel reicht ein kompakter Bericht, der jede Pflichtangabe abdeckt.

Welche Kennzahlen gehören in den Lagebericht einer GmbH?

Die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren, also die Größen, nach denen die Geschäftsführung tatsächlich steuert. Typische Beispiele sind Umsatz, ein Ergebnismaß wie EBIT-Marge oder Jahresüberschuss und eine Finanzierungsgröße wie die Eigenkapitalquote. Die Werte müssen aus dem Jahresabschluss stammen, und die Berechnung sollte im Text erklärt sein.

Muss der Lagebericht Vorjahreszahlen enthalten?

Soweit es ein Vorjahr gibt, ja: Wesentliche Veränderungen der Leistungsindikatoren werden erläutert, und ab dem zweiten Bericht kommt der Vergleich mit der eigenen Vorjahresprognose hinzu. Im ersten Geschäftsjahr entfallen beide Vergleiche.

Wo finde ich echte Lageberichte als Vorlage?

Mittelgroße und große Kapitalgesellschaften müssen ihren Lagebericht offenlegen; er ist danach im Unternehmensregister für jedermann einsehbar. Berichte von Unternehmen ähnlicher Branche und Größe zeigen, wie andere Prognosen und Risiken formulieren — übernehmen Sie Aufbau und Tonfall, nicht die Aussagen.

Braucht eine kleine GmbH einen Lagebericht nach diesem Muster?

Nein. Wer die Grenzen der kleinen Kapitalgesellschaft nicht überschreitet, ist nach § 264 Abs. 1 Satz 4 HGB vom Lagebericht befreit. Wer freiwillig berichtet, etwa weil eine Bank es verlangt, kann die Gliederung des Beispiels nutzen und Abschnitte weglassen, die für die eigene Lage keine Rolle spielen.

Quellen und Rechtsstand

Primärquellen für die zentralen Aussagen dieser Seite. Öffnen Sie im Zweifel immer die aktuelle Fassung.

  • § 289 HGB — Inhalt des Lageberichts, Leistungsindikatoren, Prognose, Chancen und Risiken
  • § 264 HGB — Pflicht zur Aufstellung, Frist, Befreiung kleiner Kapitalgesellschaften
  • § 267 HGB — Größenklassen der Kapitalgesellschaften
  • § 285 HGB — Nr. 33: Vorgänge nach dem Abschlussstichtag im Anhang
  • DRS 20 Konzernlagebericht (DRSC) — Standard mit Empfehlung zur entsprechenden Anwendung auf den Lagebericht nach § 289 HGB

Ihren Lagebericht aus Ihren eigenen Zahlen erstellen

lagebericht.io führt Abschnitt für Abschnitt durch den Lagebericht nach § 289 HGB und DRS 20, mit Kennzahlen aus Ihrer Saldenliste. Die Registrierung ist kostenlos; ein Lagebericht kostet 1.000 € je Geschäftsjahr und Gesellschaft, per Rechnung.

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